Mit Herz und Wissen seit 46 Jahren im Pflegeberuf
- 12. Mai
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Anlässlich des Tags der Pflege am 12. Mai berichten die Pflegefachkräfte Dienes Richter und Ulrike Merten von der Klinik an der Weißenburg über ihren Werdegang und die Bedeutung des Pflegeberufs
Dienes Richter und Ulrike Merten können auf ein langes und erfülltes Berufsleben zurück-schauen. Seit mehr als 46 Jahren sind die beiden Frauen als Pflegefachkräfte in der Klinik an der Weißenburg in Uhlstädt-Kirchhasel. 1980 begannen sie gemeinsam mit 16 Jahren ihre Ausbildung in der damaligen Rheumaklinik in Etzelbach, dem Vorgänger der heutigen Klinik an der Weißenburg. Bis heute arbeiten sie in der Pflege zusammen und gehören zu den dienstältesten und erfahrensten Kolleginnen der Fachklinik für Rheumatologie. Anlässlich des Tags der Pflege erinnern sich die beiden 62-Jährigen daran, wie alles begann und warum sie bis heute jeden Tag mit viel Herz und Wissen für ihre Patientinnen und Patienten da sind.
Wunschberuf und Verbundenheit
„Ich wollte schon als kleines Mädchen Kinderkrankenschwester werden“, erinnert sich Ulrike Merten. „Ich hatte zwei Tanten, eine in der Apotheke und eine im Labor des Rudolstädter Krankenhauses. Die haben mir bereits während meiner Schulzeit viel vom Klinikalltag erzählt.“ Bei Dienes Richter, die heute Hygienebeauftragte der Klinik ist, war Krankenschwester erst der zweite Berufswunsch. „Ich wollte zunächst Stewardess werden – einen Beruf, den man auch auf einem Schiff ausüben kann“, sagt sie. „Überzeugt hat mich dann meine zwei Jahre ältere Freundin, die eine Ausbildung zur Krankenschwester am Krankenhaus Rudolstadt und in der Medizinische Fachschule Saalfeld absolvierte.“ Für beide – Dienes Richter und Ulrike Merten – zählt bis heute die enge Verbundenheit zu ihrer thüringischen Heimat und den Menschen der Region Saalfeld-Rudolstadt. „Rudolstadt und Umgebung sind mir einfach sehr wichtig“, so Dienes Richter, die in Rudolstadt geboren ist. „Darum bin ich auch nach der Wende hiergeblieben.“ Dazu kommt das fast schon familiäre Verhältnis zu den Kolleginnen und Kollegen. „Ob Schwestern oder Ärzte – wir sind hier einfach ein tolles Team und die Klinik ist nicht so groß und anonym“, erzählt Ulrike Merten. „Da kennt man sich untereinander und auch die Patienten noch persönlich.“ Dem kann auch Dienes Richter nur beipflichten.
Wichtige Säule der medizinischen Versorgung
Das kollegiale Klima hilft auch im Berufsalltag, in dem in der Pflege manche Herausforderung wartet. „Unsere Aufgaben sind mit den Jahren vielfältiger geworden – die Pflege ist längst kein ‚Hilfsberuf‘ mehr, sondern eine eigenständige Profession“, berichtet Pflegedienstleiterin Dienes Richter. „Das ist einerseits gut und abwechslungsreich, andererseits kann es aber auch anstrengend werden.“ Personalmangel, steigende Digitalisierung und die wachsende Zahl der Pflegebedürftigen gehören derzeit zu den größten Herausforderungen im deutschenGesundheitssystem. Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen bis 2055 um 37 Prozent zunehmen. Gleichzeitig wird die Generation der Babyboomer in den nächsten zehn Jahren verstärkt das Renteneintrittsalter erreichen und hinterlässt eine Lücke bei den Pflegefachkräften im Arbeitsmarkt. „Der Pflegeberuf ist eine wichtige Säule der medizinischen Versorgung. Wir sind sehr froh, dass wir in unserer Klinik auf eine große Zahl motivierter und erfahrener Pflegefachkräfte zurückgreifen können“, erklärt dazu Lars Wunder, Geschäftsführer der Klinik an der Weißenburg. „Der Tag der Pflege am 12. Mai ist für uns eine Erinnerung daran, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich jeden Tag leisten. Wir wissen das sehr zu schätzen und sagen an diesem Tag ein besonders großes Dankeschön.“
Engagierter Nachwuchs gesucht
„Im Pflegeberuf ist kein Tag wie der andere – echte Geschichten, echte Situationen und echte Dankbarkeit erwarten alle, die ihn erlernen wollen“, erklärt Dienes Richter jungen Menschen, die sich für den Beruf interessieren. „Und ja, es ist auch anstrengend.“ Drei Jahre dauert die Aus-bildung und erfordert neben der Mittleren Reife vor allem Zuverlässigkeit, Respekt für die anvertrauten Menschen und eine große Portion Neugier. Pflegefachkräfte brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Fachkenntnissen und Einfühlungsvermögen. Sie müssen die Situation eines Menschen einschätzen und verstehen, seine Bedürfnisse erkennen. Und sie brauchen aktuelles pflegewissenschaftliches Know-how und spezialisierte Kompetenzen, um die richtige Unterstützung und Behandlung einleiten zu können. Viele von ihnen haben Spezialwissen für Wund- und Schmerzmanagement, für die Demenz-Pflege oder Rheumatische Erkrankungen. Sie genießen darum die uneingeschränkte Wertschätzung aller Kolleginnen und Kollegen. Ein Beruf, der anspruchsvoll, erfüllend und zukunftssicher ist. „Macht einmal ein Praktikum oder einen Ferienjob in einer Einrichtung, erlebt die Pflege hautnah“, empfiehlt Ulrike Merten. „Erst wenn ihr mit dem Beruf vertraut werdet, könnt ihr entscheiden, ob er euch liegt. Mir hat er immer sehr viel Freude bereitet.“
Den Pflegeberuf ausprobieren
Wer vor Ort in der Klinik an der Weißenburg einen Blick in den praktischen Alltag des Pflegeberufs werfen möchte, kann sich einfach per Telefon bei Pflegedienstleiterin Andrea Naumann unter der Rufnummer 036742│66-692 melden. Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz können per Post eingesendet werden an:
Klinik an der Weißenburg GmbH
Personalabteilung Weißen 1
07407 Uhlstädt-Kirchhasel



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