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Rheuma gemeinsam behandeln heißt mehr als Entzündung zu kontrollieren — Welt-Rheuma-Tag 2026

Rheuma gemeinsam behandeln heißt mehr als Entzündung zu kontrollieren — Welt-Rheuma-Tag 2026

Rheuma gemeinsam behandeln heißt mehr als Entzündung zu kontrollieren

Klinik an der Weißenburg weist anlässlich des Welt-Rheuma-Tags am 12. Oktober 2026 auf einen oft vernachlässigten Aspekt rheumatischer Erkrankungen hin

Uhlstädt-Kirchhasel, 12. Oktober 2026 – Unverstanden, ausgeschlossen, stigmatisiert, alleingelassen: Einsamkeit belastet Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen erheblich und muss bei der Behandlung Betroffener und dem gesellschaftlichen Umgang mit der Krankheit stärker berücksichtigt werden. Darauf weist die Klinik an der Weißenburg in Uhlstädt-Kirchhasel anlässlich des Welt-Rheuma-Tags am 12. Oktober 2026 hin. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ ruft das einzige rheumatologische Fachkrankenhaus Thüringens zusammen mit der Deutschen Rheuma-Liga zu einer ganzheitlichen Sicht bei der Behandlung, zu mehr Empathie gegenüber Betroffenen und einer stärkeren Berücksichtigung sozialer Teilhabe auf.

Einsamkeit als Begleiter rheumatischer Erkrankungen

„Studien zeigen, dass Einsamkeit bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen häufig ist und mit sinkender Lebensqualität durch körperliche Beeinträchtigungen, Schmerzen und größerer Erschöpfung zusammenhängt“, erklärt Dr. med. Sylke Schneider, MBA, Chefärztin des Rheumatologischen Fachkrankenhauses der Klinik an der Weißenburg. „Viele Betroffene ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück – oft, weil sie befürchten, anderen zur Last zu fallen oder weil ihr Umfeld die unsichtbaren Symptome wie Erschöpfung und chronische Schmerzen nicht nachvollziehen kann.“ Rheumatologie ist deshalb mehr als pharmazeutische Therapie – da sind sich die Chefärztin und die Deutsche Rheuma-Liga einig. In der Klinik an der Weißenburg arbeiten in der täglichen Praxis Rheumatologinnen und Rheumatologen, Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapie, Schmerztherapie, Psychologie und Sozialdienst eng zusammen. So werden nicht nur Entzündungen kontrolliert, sondern auch chronische Schmerzen, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme gezielt behandelt. „Rheuma gemeinsam behandeln heißt, mehr als Entzündung zu kontrollieren – es bedeutet, Menschen in ihrem gesamten Leben zu unterstützen“, sagt Dr. med. Sylke Schneider. In der Klinik an der Weißenburg setzt man deshalb auf ein nahtloses und abgestimmtes Ineinandergreifen von Diagnose, Therapie, Rehabilitation und Maßnahmen zur Teilhabe, um die Selbstständigkeit und Lebensqualität betroffener Menschen nachhaltig zu sichern.

Patienten als aktive Partner einbeziehen

Ein zentraler Baustein ist das so genannte „Shared Decision Making“: Patienten werden als aktive Partner am Behandlungsprozess beteiligt. Gemeinsam werden Therapieziele festgelegt und das Selbstmanagement gefördert. Auch Angehörige – Partner, Familie, Freunde und Kinder – sollten bewusst einbezogen werden, denn entzündlich-rheumatische Erkrankungen betreffen nicht nur die Erkrankten selbst, sondern brauchen auch ein sensibilisiertes gesellschaftliches Umfeld. „Wenn wir Menschen mit Rheuma ermutigen, aktiv zu bleiben und gemeinsam mit anderen – sei es in der Familie oder in Selbsthilfegruppen – den Alltag zu bewältigen und zu trainieren, dann bekämpfen wir nicht nur die Einsamkeit, sondern fördern auch den Therapieerfolg“, so Dr. Schneider. „Unser Ziel ist es, die Auswirkungen auf soziale und wirtschaftliche Lebensbereiche ebenso zu berücksichtigen wie die körperliche und psychische Gesundheit.“ Das erreicht man in Uhlstädt-Kirchhasel unter anderem durch eine individualisierte Diagnostik und Therapie sowie individuelle Maßnahmen zur Förderung der biopsychosozialen Gesundheit.

Hintergrund: Welt-Rheuma-Tag

Der Welt-Rheuma-Tag wurde 1996 von Arthritis and Rheumatism International (ARI) ins Leben gerufen und findet jährlich am 12. Oktober statt. Die Deutsche Rheuma-Liga führt den Tag seit 2005 in Deutschland durch und macht mit einer jährlichen Kampagne auf die Anliegen rheumakranker Menschen aufmerksam. Zum Auftakt der Kampagne 2026 führt TV-Moderator und Rheuma-Liga-Botschafter Tim Feldner ein Gespräch mit Präsidentin Corinna Elling-Audersch, das auf dem YouTube-Kanal der Deutschen Rheuma-Liga veröffentlicht wird. Die Landesverbände laden deutschlandweit zu Beratungen in Kliniken und Praxen, Arztvorträgen und Tipps von Therapeutinnen und Therapeuten ein.

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