Staatssekretärin besuchte Klinik an der Weißenburg
Tina Rudolph (SPD) machte sich bei ihrer Sommertour durch Thüringer Kliniken ein Bild von der Versorgung rheumatischer und orthopädischer Patienten
Tina Rudolph im Gespräch mit Lars Wunder, Geschäftsführer der Klinik an der Weißenburg | Foto: Jacob Schröter
Hohen Besuch aus Erfurt konnte am Mittwoch (11. August) Lars Wunder, Geschäftsführer der Klinik an der Weißenburg in Uhlstädt-Kirchhasel begrüßen. Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour besuchte die Thüringer Staatssekretärin für Gesundheit, Tina Rudolph (SPD), die Klinik, um sich vor Ort ein Bild von der Einrichtung und der medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten zu machen. Begleitet von der Klinikleitung führte sie ein Rundgang durch zentrale Bereiche des Klinikums. Dabei entwickelte sich ein intensiver Austausch über die Rolle spezialisierter Einrichtungen in der regionalen Gesundheitsversorgung sowie die zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Rehabilitation und Prävention.
Die Klinik an der Weißenburg in Uhlstädt-Kirchhasel, so machte Lars Wunder beim Rundgang deutlich, ist eine spezialisierte Fachklinik für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Rheumatologie. Als einzige Einrichtung ihrer Art in Thüringen bietet sie umfassende stationäre und ambulante Behandlungen für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen. Ergänzt wird das Angebot durch ein orthopädisches Rehabilitationszentrum und ein Pflegezentrum, sodass Akutversorgung, Rehabilitation und Langzeitpflege unter einem Dach vereint sind. Moderne Therapien – von der Ganzkörper-Kältekammer bis zur Physiotherapie – sowie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sichern eine hochwertige und ganzheitliche Betreuung. „Wir betrachten hier im Haus körperliche, seelische und soziale Faktoren, um durch eine Stärkung der Fähigkeiten und der eigenen Kompetenzen bei den Betroffenen eine verbesserte Lebensqualität im Alltag zu erreichen”, erklärte Lars Wunder gegenüber Tina Rudolph.
Ganzheitliche Schmerztherapie stößt auf großes Interesse
Seit 2005 gibt es an der Klinik darüber hinaus als Besonderheit die Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMST), ein ganzheitliches Behandlungskonzept für Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen, das auf besonderes Interesse des Besuchs aus Erfurt stieß. Ein erfahrenes Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegefachkräften unterschiedlicher Fachrichtungen führt in diesem Behandlungsgang gemeinsam ein individuell abgestimmtes Therapieprogramm durch. Medizinische, psychologische, physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen werden dabei in einem rund zweiwöchigen stationären Aufenthalt an der Klinik eng miteinander verzahnt.
Aktuelle Situation im Gesundheitssystem erörtert
Abgerundet wurde der Besuch durch ein ausführliches Fachgespräch mit der Klinikleitung. Themen waren die nach wie vor angespannte finanzielle Situation vieler Krankenhäuser, aktuelle Herausforderungen im Zuge der Gesundheitsreform sowie konkrete Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit umliegenden Gesundheitseinrichtungen. Die Klinikleitung dankte der Staatssekretärin abschließend für den konstruktiven Austausch. Staatssekretärin Tina Rudolph zeigte sich bei ihrem Resümee des Besuchs beeindruckt von der Kombination aus fachlicher Spezialisierung, moderner Infrastruktur und patientenzentrierter Ausrichtung. Ihr Besuch, so Rudolph, unterstreiche die Bedeutung integrierter Versorgungsmodelle für die Zukunft des Gesundheitsstandorts Thüringen.
Tina Rudolph (SPD) ist seit Mai 2025 Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie. Dort verantwortet sie unter anderem die Themenbereiche Gesundheit und Pflege. Auch in ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete von 2021 bis 2025 beschäftigte sich die Thüringer Ärztin vorrangig mit Gesundheitspolitik, beispielsweise der Krankenhausreform.
