Hier kommt man gerne zur Arbeit
Calvin Schwimmer, Ergotherapeut
Calvin Schwimmer ist 20 Jahre alt und frischgebackener Ergotherapeut. Nach seiner Ausbildung ist die Klinik an der Weißenburg sein erster Arbeitgeber. Im Interview erzählt er, was ihn hier in der Klinik begeistert und was ihm an seiner Arbeit besonders wichtig ist.
Calvin, wie bist Du hier in der Klinik an der Weißenburg gelandet?
Ich kannte die Klinik bereits durch die Erzählungen unserer Berufsschullehrer aus meiner Ausbildung und natürlich durch Praktika. Die Klinik ist hier im Umkreis schon recht bekannt. Ich habe mich auch für andere Stellen beworben, habe Bewerbungsgespräche geführt und habe dann eine Hospitation hier im Hause durchgeführt. Die Leiterin der Ergo hat mich hier gleich sehr, sehr positiv empfangen. Auch die anderen Ergotherapeuten haben mich sehr gut aufgenommen. Das hat mir schon am ersten Tag meiner Hospitation – also wo noch gar nichts entschieden war – das Gefühl gegeben: Okay, hier kommt man gerne zur Arbeit. Und das ist ja auch das Wichtigste. Und nun bin ich seit April 2026 Teil dieses tollen Teams und sehr zufrieden. Die Klinik ist halt nicht so groß, hier geht es familiärer zu. Ich habe bisher nur Gutes erlebt. Ich mag die Arbeit in meinem Team. Ich bekomme auch einiges von den Kolleginnen und Kollegen aus der Physiotherapie, den Psychologinnen und Psychologen, von den Planungen mit. Das läuft alles. Natürlich gibt es da, wo Menschen zusammenarbeiten, immer mal auch Reibungspunkte. Ist ja klar.
Was ist denn so besonders hier an der Klinik?
Als erstes fällt natürlich die Natur rundherum auf. Ich kann mir vorstellen, dass dieser Aspekt für unsere Patientinnen und Patienten sehr zur Genesung und zum Wohlfühlen beiträgt. Denn wenn hier ringsherum Hochhäuser wären und Verkehr und dies und das, eine Autobahn vielleicht noch – da kommt man ja gar nicht richtig runter. Unsere Rheumapatienten sind ja oft zwei Wochen hier, da muss man schon in irgendeiner Form ein bisschen was Entspannendes für die Seele haben. Und für uns Mitarbeiter gilt das genauso.
Unsere Patientinnen und Patienten stehen bei uns im Hause unangefochten an allererster Stelle. Weil unsere Klinik recht klein und familiär ist, sieht man sich oft und läuft sich häufig über den Weg. Man bekommt von den Patientinnen und Patienten viel mehr mit als in großen Kliniken. Wir wissen daher meist relativ schnell, was dem Einzelnen helfen könnte.
Wie läuft das ab?
Die Patientinnen und Patienten, die hierherkommen, haben ihre rheumatische Erkrankung meistens schon sehr lange. Die wissen oft bereits, was ihnen hilft, was ihnen guttut. Und wenn dem nicht so ist, dann probieren wir einiges aus. Dem einen Betroffenen hilft Wärme, der anderen Kälte. Wir schauen sehr genau auch auf Begleiterscheinungen und die Entzündungswerte. Uns liegt viel daran, unseren Patientinnen und Patienten während der Zeit ihres kurzen Aufenthaltes bei uns zu helfen. Da sind es oft die einfachsten Mittel, um ihnen so schnell wie möglich Entlastung zu verschaffen. Wenn jetzt zum Beispiel das Rheuma in den Händen von Entzündungen begleitet wird, kann es helfen, wenn die Betroffenen ihre Hände in eine kalte Schüssel mit Erbsen oder Linsen eintauchen. Die Kälte übertüncht den Schmerz ein wenig, die Schmerzen nehmen ab. Das ist für unsere Patientinnen und Patienten sehr angenehm und oft eine schnelle Hilfe, auch für zu Hause. Unsere Angebote sind Teil eines komplexen Behandlungskonzeptes, alles greift ineinander über. Wie bei einem Zahnrad.
Was würdest Du Dir denn von neuen Kollegen wünschen, die hier anfangen wollen?
Gelassenheit ist das A und O. Wir gehen mit Ruhe auf die Patienten zu. Viele haben ja schon durch die rheumatische Erkrankung genug Stress zu Hause oder kämpfen mit anderen Problemen. Da passt es schon ganz gut, wenn wir gelassen sind und Ruhe ausstrahlen. Und eine gewisse Offenheit wäre gut und natürlich Humor. Dann passt es mit uns.
War Ergotherapeut Dein Traumberuf?
Ja, schon. Komischerweise, weil es ja doch kein Beruf ist, der so typisch für Männer ist. Und es ist auch kein Beruf, der so in aller Welt bekannt ist. Viele kennen den Beruf gar nicht oder verstehen etwas anderes darunter. Ich war als Kind selbst in der Ergotherapie zur Behandlung. Es hat Spaß gemacht, denn als Kind wird ja in diesem Bereich vieles spielerisch gemacht. Und trotzdem haben die Therapien gewirkt. Es war für mich ein Beruf, den ich sehr positiv in Erinnerung hatte. Physiotherapie hat mir auch gefallen, ich habe mich dann doch für die Ergotherapie entschieden. Es sind beides sehr schöne Berufe, die ich gerne weiterempfehle. Am besten hier in der Klinik an der Weißenburg.
